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Egoistische Welt

Hey Leute =)
Ja, ich weiß, schon lange habe ich nicht neues mehr geschrieben - aber wirklich spannende Dinge sind ja auch nicht geschehen...

Ok, ich habe jetzt ein Piercing und ein neues Tattoo, schreibe bald die erste Arbeit meiner neuen Schule, die meine Lieblings-Klassenkameradin vor kurzem verlassen hat und habe damit begonnen, ein neues Buch zu schreiben. Außerdem habe ich eine neue Homepage: www.federwisch.de.tl
Aber sonst war wirklich nicht viel los^^

Schon gestern habe ich begriffen, welch langweiliges Wochenende vor mir liegt. TÖDLICHE LANGWEILE!
Habe mir das WE extra freigehalten, da eine Freundin ihren Burzeltag feiern wollte - aber nein! Daraus wird jetzt doch nichts -.-
Was macht Tam also? Schreibt einen wahrscheinlich noch langweiligeren Eintrag in ihr Blog, das sowieso kaum jemand liest...

Heute ist mir mal wieder aufgefallen wie egoistisch Menschen doch sind.
Sie denken wohl nicht im Entferntesten daran, einem Entgegenkommenden mal ein wenig Platz zu machen - und dann wird man noch angebrüllt, weil die vollen Einkaufstüten den widerlichen Pelzmantel berührt haben.

Der Zebrastreifen: Treffpunkt aller Sturheit!
Der Autofahrer will unbedingt fahren, weil er es ja samstags so eilig hat, die Familieneinkäufe nach Hause zu bringen - das Eis für die dicken Kinderchen könnte schließlich schmelzen.
Der Fußgänger weiß, dass er über die Straße darf, und will besagte Einkaufstüten natürlich auch schnell loswerden (vielleicht, um der Pelz bemäntelten, meckernden Frau später nicht begegnen zu müssen)
Fußgänger geht, Autofahrer fährt - und die Hupe hupt...
Ja, die schwer bepackte Tam ist auch egoistisch - besonders, wenn es um Zebrastreifen geht, schließlich hat sie in der Fahrschule gelernt, dass Passanten hinüber gelassen werden müssen. Besagter Autofahrer, der Beispiel für die gesamte motorisierte, fahrende Welt ist, sicherlich auch - aber wen interessiert eine solche kleine Regel schon? Niemanden, genau!
Blöd ist nur, dass der Fußgänger im Kampfe gegen das Automobil ziemlich schlechte Karten hat. Glücklicherweise, funktionierten die Bremsen.
Die Stimmbänder des Opel-Fahrers jedoch auch - seiner Hupe hat er Konkurenz gemacht. Tam kann auch wenn sie will, und bestand auf ihr Recht: Ich darf das!

Ja, wer darf was?
Fakt ist: Der Fußgänger muss sich versichern, dass er das Streifenzebra begehen kann und der Autofahrer SOLLTE den Fußgänger hinüberlassen. (Natürlich sollte er auch nicht mit 60 Sachen durch eine 30-Zone brettern - das sei an dieser Stelle einmal für den Opel-Fahrer angemerkt)
So waren also beide im Unrecht. Der Unterschied ist jener: Ich bekenne mich zum Egoismus, aber ich wette, der ehrenwerte Bleifuß tut es nicht. Genauso wenig wie die Dame, die tote Tiere ihre Kleidung nennt.

Es ist doch erstaunlich mit welch Erkenntnissen man überhäuft wird, wenn man einmal einkaufen geht. Besonders, was das Ich-Denken der Menschen angeht.
Sie rennen auf die Kasse zu, stürzen sich - fünf am Mann - auf das letzte Päckchen Zucker, schreien den an, der ihren wertvollen Einkaufswagen beiseite schiebt, weil dieser das Regal blockiert, empfinden jedes Rascheln als Beleidigung - und alle inspizieren ganz genau die Waren der anderen Einkäufer.

Im Supermarkt spiegelt sich das Gesicht der Welt wieder.
Gäbe es bei Rewe und Co. Waffen, wäre das einfache Einkaufen der Einzug in den Krieg.

1 Kommentar 4.11.06 19:48, kommentieren

Home, sweet Home

Zu Hause ist es am schönsten? Jaja, hübsch hab ich's hier -.-

Nee, ehrlich - ich seh' schwarz! DUNKELSCHWARZ!
Hab hier nur noch Stress. Klar, es ist normal, sich mit den Eltern zu streiten, aber so langsam artet es doch aus.
Letzt Woche war böse. Ziemlich böse. Ich will das hier nicht breittreten, aber diese Auseinandersetzung war wirklich unschön.
Ich dachte, ich könnte dem Stress zu Hause aus dem Weg gehen, indem ich nicht da bin - aber nein, fünf Minuten reichen aus, um Aufregung zu verursachen. Am liebsten würde ich aufd er Arbeit bleiben - Tag und Nacht, nur um nicht hier her zu müssen.

Gerade eben hat mein Vater mein neueres Tattoo entdeckt. Er verkörperte den puren Zorn, aber ich bin gleich in mein Zimmer abgehauen, um einer weiteren unschönen Auseinandersetzung zu entkommen. Nicht mal meine Mutter vermochte, die aggressiven Vibes aus der Luft zu verbannen.

Ich wette, im Laufe des Tages wird es an meiner Tür klopfen - und wenn ich öffne wird mir ein Mietvertrag oder so vor der Nase hängen.
Super, jetzt darf ich mein Weihnachtsgeld, über das ich mich heute vormittag noch so gefreut habe, für all meine Nahrung, wohnen usw. ausgeben. Das heißt, eine Winterjacke kann ich mir nicht kaufen. Oder ich tu's doch und verhungere stattdessen. Toll -.-

Ich könnte auch ins Mädchenhaus gehen. Letztens haben wir mit der Schule eines besucht.
Jedoch würde sich da mit Sicherheit das Jugenamt einschalten, was ich nicht zulassen kann. Auf keinen Fall kann ich sowas machen. Das bedeutet, ich muss hier bleiben, bis ich es mir leisten kann, auszuziehen - und das dauert!
Außerdem war mir dieses Mädchenhaus zu mädchenhaft. Überall standen Kochbücher herum o_O

Ich hoffe, ich finde heute noch jemanden, wo ich übernachten kann. Am besten jemandem, bei dem ich einziehen kann XD
Oder ich gehe in eines dieser Todeshotels in irgendeiner Seitengasse im Pennermillieu^^

Ok, Spaß beiseite - mir gefällts hier nicht, ich will hier weg!

1 Kommentar 24.11.06 15:57, kommentieren