So undankbar – so menschlich ?

„Je höher die Intelligenz, desto verheerender kann ihre Dummheit ins Kraut schlagen“, sagte einmal ein bedeutender Mann.
Wie recht er doch hat!
Seht, die Menschen bezeichnen sich als die intelligentesten Lebewesen dieses Planeten. Doch zeugt doch allein dies zu sagen schon von ihrer wahren unendlichen Dummheit.

„Zwei Dinge sind unendlich – das Universum und die Dummheit der Menschen, nur bin ich mir beim Universum nicht sicher“, sagte einmal ein anderer bedeutender Mann.
Auch dieser Mann erkannte die Wahrheit. Er zählte zu den Genies dieser Welt, doch war er klug, über die wahren Dinge, die nicht mit Wissenschaft und anderem zu erklären oder verändern sind, nachzudenken, obwohl er – wohlgemerkt – einer der bedeutensten Wissenschaftler der Geschichte ist.

Die Menschen erheben sich selbst über jede andere Lebensform auf diesem Planeten, wobei sie nicht merken, welch fatale Fehler sie dabei kreieren.

„Hast du jemals eine Maus gesehen, die eine Mausefalle gebaut hat?“. Nein, mit Sicherheit nicht. Das ist klug von der Maus, ist es das?
Und was tun Menschen – sie haben mittlerweile so viele Waffen erfunden, gebaut und eingesetzt, dass man sie nicht mehr zählen kann.
Ich verurteile nicht die Menschen aus der Steinzeit, welche sich mit Waffen ihre Nahrung und anderes erbeuteten, doch frage ich – warum braucht man eine Atombombe?
Das ist das berühmte ABC – wäre der Mensch ein so intelligentes Wesen wie er es von sich selbst so oft behauptet, währe unter ABC immer noch nur das Alphabet zu verstehen.

Ja, ich gebe es zu, es liegt in der Natur des Menschen, zu morden. Ist er schließlich nicht mehr als ein Tier. Doch ich wage zu behaupten, dass Menschen zu immenser Übertreibung neigen.
Ich bin nicht die einzige, die das erkannt hat – es gibt so viele. Ich las schon so viele Texte über dieses Thema, angereichert mit bestem Sarkasmus und wunderbaren Hyperbeln. Aber wieso bringt es denn bloß nichts, dass es so viele Menschen gibt, die erkannt haben? Kann denn nicht irgendjemand einen Schritt tun? Doch vielleicht liegt es an dieser arroganten Ignoranz, die wie eine triefende schwarze Wolke in fast allen menschlichen Wesen ein wohliges Zuhause gefunden hat.

Wir sind alle so undankbar. Ich setze voraus, es gibt dieses Wesen, dass allgemein hin als Gott bezeichnet wird. Als erwiesenen Fakt, kann man das natürlich nicht ansehen, nichts desto trotz bediene ich mich seiner, um die Menschen auf ihre bodenlose Undankbarkeit hinzuweisen. Es dürfte klar sein, dass ich keines Falls von der Undankbarkeit zwischen Mensch und Mensch spreche, welche ja alleine schon schrecklich genug ist, doch nicht überall in einem so hohen Maße herrscht.
Wir, die Tiere – also Menschen und Tiere zum besseren Verständnis – haben diesen Planeten, so wunderschön wie er einst war, geschenkt bekommen. Wir wurden sicherlich angehalten, ihn zu umsorgen, Acht zu geben und – wie es heute zwischen Eltern und Jugendlichen üblich ist – uns zu benehmen. Eine kurze Zeit lang taten wir das, lebten im Einklang mit Natur und allem Drum und Dran. Und nun? Alles ist kaputt! Durch sinnloses Vergrößern kurz und klein geschlagen, möchte man sagen.
Tausende Rassen auf den Letzten vernichtet, Wälder, die ganze Kontinente bewuchsen, abgeholzt. Wo man hinblickt nur noch graue wabernde Luft – als solche wird sie jedenfalls bezeichnet - , und eine endlose Wüste aus Beton und Zement.
Alles grau – ihr werdet es sehen, irgendwann ist alles nur noch schwarz.
Und wo bleibt die Dankbarkeit zu unserem schöpfenden Wesen? Uns wurde ein ganzer Planet überlassen und wir, die Menschen – die von uns als niedere Tierformen angesehenen anderen Lebensformen nicht wirklich - , haben nichts besseres zu tun, als wie eine Horde kleiner Kinder, die noch nichts verstehen, über einen Kuchen, darüber herzufallen und alles zu zerstören.
Der Mensch ist ein Mörder, ein Zerstörer, ein ewiges, dummes, undankbares Arschloch – mehr wird er nie sein. Niemand, auch ich nicht. Keiner!

Das ist eine Erkenntnis. Eine Erkenntnis jedoch, wie viele sie schon hatten – viel weiterreichend bestimmt ebenfalls - , doch was bringt diese Erkenntnis, wenn man nichts ändern kann. Wenn man in diesem stinkenden Strudel der Menschheit schon längst untergegangen ist?